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Karrieregespräche

Karrieregespräche gehören nicht ans Jahresende! Der Umgang mit diesem Thema gehört zum Firmenalltag.

Bald stehen wieder die Jahresend- und die Lohngespräche vor der Tür.

Für Ihren Chef ist dies eine ziemlich herausfordernde Angelegenheit. Ihn erwartet eine geballte Ladung von Gesprächen, welche er zu bewältigen hat. Daneben werden auch noch die Kunden- und Lieferantengespräche geführt und in jeder Firma finden die Weihnachtsessen und Weihnachtsapéros statt. Zudem muss sich Ihr Chef zu diesem Zeitpunkt ja auch um seine Karriereentwicklung kümmern. Dadurch entsteht am Ende des Jahres für alle eine ziemlich stressige Situation! Statt der Besinnung stellen sich womöglich Chaos, Ernüchterung und Enttäuschung ein!

Weshalb um alles in der Welt warten alle auf diesen einen Moment im Jahr, um über die wichtigsten Dinge in einer Firma zu sprechen? Eine Firma lebt von dauernder qualitativer und quantitativer Entwicklung. Dies ist ein rollender Prozess. Es nützt nichts, wenn man sagt oder schreibt, dass die Mitarbeiter die wichtigsten Ressourcen einer Firma sind, man muss diese Aussagen auch leben und erlebbar machen.

Es werden Heerscharen von Controllern eingesetzt, um monatliche Reportings über alle möglichen Kennzahlen zu erstellen, man macht daraus Forecasts bis zum Jahresende und auch darüber hinaus...

Das Einzige, was kaum jemand macht, sind Forecasts der persönlichen Bedürfnisse beziehungsweise der Potenziale der Mitarbeitenden, und zwar kurz-, mittel- und langfristig, und es gibt sogar Chefs, denen der Aktienkurs wichtiger ist als die Zufriedenheit und die Leistungsfähigkeit der Mitarbeitenden.

In der heutigen kurzlebigen Zeit ist zu empfehlen, dass man nicht bis zum Jahresende wartet, um über die persönliche Entwicklung der Mitarbeitenden zu sprechen, sondern man muss in der Firma eine Kultur schaffen, in der dieses Thema jederzeit offen angesprochen werden darf. So entsteht ein entspanntes Vertrauensverhältnis und man beflügelt sich gegenseitig.

Ich weiss aus eigener Erfahrung, dass auch Sie als Mitarbeitender die Initiative ergreifen müssen. Geben Sie sich einen Ruck und suchen Sie das Gespräch mit Ihrem Vorgesetzten. Sie sind für Ihr Weiterkommen ebenso verantwortlich wie Ihr Chef.

Daniel Löhr
Partner

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